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Wawrinka vs. Stepanek: Die Analyse

Noch verbirgt Stan sein Lächeln – aber das war stark

Stan Wawrinka absolvierte bei seinem zweiten Einsatz am Australian Open erstmals drei Sätze.

Das 6:2, 6:3, 6:4 gegen Radek Stepanek war eine gute Gelegenheit für den Romand, sein ganzes Schlag-Arsenal auszupacken. Was war besonders gut? Was ist noch zu verbessern? Und wie geht es für ihn weiter? SPORTAL mit der Analyse zum Spiel.

Das gibt uns Mut

Die Passierbälle: Wawrinka zeigte sich äusserst gut auf seinen Gegner eingestellt. Bereits beim Return spielte er den Ball wenn möglich direkt in die Füsse des vorstürmenden Stepanek, wodurch dieser bereits früh im Ballwechsel in Bedrängnis kam. Entwickelte sich trotzdem ein etwas längerer Punkt, gelangen Stan viele hervorragende Passierbälle, besonders mit der Rückhand longline.

Das Angriffsspiel: Gegen Stepanek abwartend zu spielen, lohnt sich normalerweise nicht. Das nahm sich Wawrinka zu Herzen und suchte wie sein Gegner oft das Heil am Netz. Zwar war die Erfolgsquote dort nicht unbedingt berauschend, vor allem zu Beginn zeigte der Lausanner aber bei einigen Volleys, dass er durchaus Gefühl im Arm hat.

Das bereitet uns Sorgen

Die Konstanz: Nach dem furiosen Startsatz schlichen sich vermehrt Fehler in Wawrinkas Spiel ein. Im dritten Durchgang verhalfen auch diese Stepanek zu einem kurzen Zwischenhoch. Dramatisch war das Ganze am Schluss nicht, dass auch der Aufschlag zu schwächeln begann, ist aber ein kleiner Klecks im Reinheft.

Wawrinkas Auge: Mit dem Hawk-Eye hatte der 30-Jährige heute kein Glück. Dreimal liess er eine Entscheidung der Schiedsrichter überprüfen, immer lag er falsch.

Die Statistiken

Das Verhältnis zwischen Winnern und unerzwungenen Fehlern spricht eine deutliche Sprache zugunsten Wawrinkas. Noch ein bisschen besser könnte die Quote der ersten Aufschläge im Feld sein, ausserdem die Ausbeute bei den Breakbällen. 

Das sagte Wawrinka…

… über Gegner Radek Stepanek: “Ich habe gegen ihn schon ein paar Mal gespielt und ein hartes Spiel erwartet. Aber ich bin zufrieden damit, wie ich gespielt habe. Es war eine tolle Atmosphäre, das Publikum hier unterstützt mich immer.“

… über den weiteren Turnierverlauf: “Es ist zu früh, an die Trophäe zu denken. Es war erst die zweite Runde. Für mich geht es jetzt darum, mich gut zu erholen und für das nächste Spiel bereit zu sein.“

So geht's weiter

In der dritten Runde trifft Wawrinka auf einen weiteren Tschechen, den Weltranglisten-51. Lukas Rosol, gegen welchen er die bisherigen zwei Partien (2013 im Davis Cup in Genf und 2015 beim Turnier in Genf) gewonnen hat.

Rosol eliminierte immerhin Jack Sock, ist also nicht zu unterschätzen. Die Stärken des 30-Jährigen liegen klar beim Aufschlag und der Vorhand. Mit seinem Angriffsspiel schaltete er einst auch Rafael Nadal in Wimbledon aus.

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